Schwangerschaftswochen und Monate richtig umrechnen

Bianka Wahl

Bianka Wahl

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12. Juni 2026

Tabelle zeigt Schwangerschaftswochen, welche SSW welcher Monat ist, und Trimester.

Auf dem Mutterpass steht zum Beispiel 20+3, während Familie und Freunde vom sechsten Schwangerschaftsmonat sprechen. Beides kann richtig sein, denn Schwangerschaftswochen und Monate werden unterschiedlich gezählt. Ich zeige dir die genaue Zuordnung, erkläre die Schreibweise und sage, warum der errechnete Geburtstermin nur eine Orientierung ist.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • 40 Schwangerschaftswochen entsprechen in der üblichen Einteilung zehn Schwangerschaftsmonaten.
  • Die 1. bis 4. SSW gehören zum ersten, die 37. bis 40. SSW zum zehnten Monat.
  • Die Berechnung beginnt mit dem ersten Tag der letzten Periode, nicht mit der Befruchtung.
  • Bei einer Angabe wie 20+3 sind 20 Wochen und 3 Tage abgeschlossen. Das ist der dritte Tag der 21. SSW.
  • Der Schwangerschaftsmonat ist eine grobe Orientierung. Für Untersuchungen zählt die genaue SSW.

Silhouetten zeigen die Entwicklung einer Schwangerschaft, von den ersten Wochen bis zur Geburt. Welche SSW welcher Monat? Die Grafik gibt Aufschluss.

Welche SSW gehört zu welchem Schwangerschaftsmonat?

Die praktische Zuordnung ist einfach, weil jeder Schwangerschaftsmonat mit vier Schwangerschaftswochen gerechnet wird. Das ergibt insgesamt zehn sogenannte Mondmonate mit jeweils 28 Tagen.

Schwangerschaftsmonat Schwangerschaftswochen Typische Einordnung
1. Monat 1. bis 4. SSW Frühe Schwangerschaft
2. Monat 5. bis 8. SSW Schwangerschaft wird meist bestätigt
3. Monat 9. bis 12. SSW Ende des ersten Trimenons
4. Monat 13. bis 16. SSW Beginn des zweiten Trimenons
5. Monat 17. bis 20. SSW Erste Kindsbewegungen sind möglich
6. Monat 21. bis 24. SSW Bauch und Baby wachsen deutlich
7. Monat 25. bis 28. SSW Übergang zum letzten Trimenon
8. Monat 29. bis 32. SSW Vorbereitung auf die Geburt beginnt
9. Monat 33. bis 36. SSW Letzte Wochen vor dem errechneten Termin
10. Monat 37. bis 40. SSW Geburt kann jederzeit beginnen

Die Tabelle hilft besonders im Alltag, wenn jemand wissen möchte, in welchem Monat du bist. Für medizinische Angaben bleibt aber die exakte Schwangerschaftswoche mit Tagen entscheidend.

Warum die Schwangerschaft zehn Monate dauert

Im Alltag sprechen viele Menschen von neun Monaten Schwangerschaft. Medizinisch wird jedoch meist mit 40 Wochen beziehungsweise 280 Tagen gerechnet. Das sind zehn Monate mit jeweils 28 Tagen und nicht zehn normale Kalendermonate.

Der Grund für die scheinbare Ungenauigkeit liegt im Startpunkt. Die Schwangerschaft zählt ab dem ersten Tag der letzten Monatsblutung. Die Befruchtung findet normalerweise erst ungefähr zwei Wochen später statt. Rein biologisch ist das Baby deshalb oft jünger, als die angegebene SSW vermuten lässt.

Ich finde die Unterscheidung vor allem deshalb wichtig, weil sie viele Missverständnisse verhindert. Wer etwa zwei Wochen nach dem Eisprung schwanger geworden ist, ist nach medizinischer Zählweise trotzdem bereits ungefähr in der vierten SSW.

So liest du Angaben wie 20+3 richtig

Die Schreibweise im Mutterpass besteht aus vollendeten Wochen und zusätzlichen Tagen. Bei 20+3 sind also 20 Wochen und drei Tage vergangen. Du befindest dich damit am dritten Tag der 21. Schwangerschaftswoche.

  • 20+0 bedeutet Beginn der 21. SSW.
  • 20+6 bedeutet der letzte Tag der 21. SSW.
  • 21+0 ist der Beginn der 22. SSW.

Genau hier entsteht oft die Verwirrung zwischen Kalenderangabe und ärztlicher Schreibweise. Nach der Tabelle liegt 20+3 bereits im sechsten Schwangerschaftsmonat, weil die 21. SSW begonnen hat.

Wenn du selbst rechnest, solltest du deshalb immer prüfen, ob eine App die abgeschlossenen Wochen oder die aktuell laufende SSW anzeigt. Für Arzttermine und Untersuchungen ist die Angabe im Mutterpass maßgeblich.

Wie die Schwangerschaftswoche berechnet und korrigiert wird

Ausgangspunkt ist normalerweise der erste Tag der letzten Periode. Bei einem regelmäßigen 28-Tage-Zyklus lässt sich daraus der voraussichtliche Geburtstermin berechnen. Ein längerer oder kürzerer Zyklus kann die erste Rechnung jedoch verschieben.

In der frühen Schwangerschaft wird die Datierung häufig per Ultraschall überprüft. Bis ungefähr zum Ende des ersten Trimenons entwickeln sich Embryonen relativ vergleichbar, sodass die Scheitel-Steiß-Länge, also die Länge vom Kopf bis zum Po, eine gute Orientierung geben kann.

Weicht die ursprüngliche Berechnung deutlich vom Ultraschall ab, kann die Ärztin oder der Arzt den Geburtstermin anpassen. Danach sollte man sich an der korrigierten SSW orientieren und nicht ständig zwischen verschiedenen Rechnern wechseln.

Das gilt auch, wenn du den Tag der Befruchtung ziemlich genau kennst. Dieser Wert kann hilfreich sein, ersetzt aber nicht automatisch die medizinische Berechnung. Gerade bei unregelmäßigen Zyklen ist eine eigene Rechnung nur eine grobe Näherung.

Was Monatsangaben für Trimester und Geburt bedeuten

Zusätzlich zu Monaten und Wochen wird die Schwangerschaft in drei Trimester eingeteilt. Das erste Trimenon umfasst ungefähr die 1. bis 13. SSW, das zweite die 14. bis 26. SSW und das letzte etwa die 27. bis 40. SSW. Je nach medizinischer Quelle können die Grenzen leicht unterschiedlich angegeben werden.

Der Schwangerschaftsmonat eignet sich gut für Gespräche und eine grobe Orientierung. Bei Vorsorgeuntersuchungen, der Beurteilung der kindlichen Entwicklung oder der Planung der Geburt zählt dagegen die genaue Angabe wie 32+4.

Auch der errechnete Geburtstermin ist kein festes Datum. Nur wenige Kinder kommen genau an diesem Tag zur Welt. Die Geburt kann früher oder später beginnen, ohne dass das automatisch auf ein Problem hindeutet. Bei Beschwerden, Blutungen, starken Schmerzen oder deutlich weniger Kindsbewegungen solltest du trotzdem unabhängig von der SSW medizinischen Rat einholen.

Die einfache Merkregel für die nächsten Wochen

Für eine schnelle Orientierung kannst du dir merken: Je vier Schwangerschaftswochen ergeben einen Schwangerschaftsmonat. SSW 1 bis 4 ist der erste Monat, SSW 5 bis 8 der zweite und so weiter bis zur 40. SSW.

Wenn du eine Angabe mit Pluszeichen siehst, rechne nicht nur die Zahl vor dem Plus. Bei 20+3 läuft bereits die 21. SSW. Diese kleine Regel macht die Umrechnung im Alltag deutlich zuverlässiger und verhindert, dass du dich durch unterschiedliche Darstellungen in Apps, Kalendern oder im Gespräch mit anderen verunsichern lässt.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Je vier Schwangerschaftswochen ergeben einen sogenannten Mondmonat mit 28 Tagen. Die 1. bis 4. SSW gehören zum ersten Monat, die 21. bis 24. SSW zum sechsten und die 37. bis 40. SSW zum zehnten Monat.

20+3 bedeutet, dass 20 Wochen und drei Tage abgeschlossen sind. Du befindest dich damit am dritten Tag der 21. Schwangerschaftswoche und bereits im sechsten Schwangerschaftsmonat.

Medizinisch wird ab dem ersten Tag der letzten Periode gerechnet. 40 Schwangerschaftswochen entsprechen 280 Tagen beziehungsweise zehn Monaten mit jeweils 28 Tagen. Die Befruchtung findet normalerweise erst ungefähr zwei Wochen nach Beginn der Zählung statt.

Ausgangspunkt ist zunächst der erste Tag der letzten Periode, wobei ein längerer oder kürzerer Zyklus die Berechnung verschieben kann. In der frühen Schwangerschaft überprüft die Ärztin oder der Arzt die Datierung häufig per Ultraschall anhand der Scheitel-Steiß-Länge. Bei deutlichen Abweichungen kann der errechnete Geburtstermin angepasst werden; anschließend ist die korrigierte SSW maßgeblich.
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Ich bin Bianka Wahl und bringe über 10 Jahre Erfahrung in die Inhalte auf riesenbaer.de ein, wo ich mich mit Leidenschaft dem Familienleben widme. Meine Beiträge beleuchten die vielen Facetten des Familienalltags, von Erziehungstipps über praktische Haushaltsorganisation bis hin zu kreativen Ideen für die gemeinsame Freizeitgestaltung. Mir ist es wichtig, dass die Informationen, die ich teile, nicht nur fundiert und gut recherchiert sind, sondern auch leicht verständlich und im Alltag umsetzbar. Ich liebe es, komplexe Themen so aufzubereiten, dass sie für Eltern und Familien hilfreich sind, und freue mich, wenn ich mit meinen Texten praktische Unterstützung und Inspiration bieten kann.
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