Gewichtszunahme in der Schwangerschaft - Tabelle und Richtwerte

Rose Völker

Rose Völker

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19. Juli 2026

Grafik zeigt die durchschnittliche Gewichtszunahme in der Schwangerschaft. Die Zunahme steigt von ca. 1 kg in Monat 1 auf fast 14 kg in Monat 10.
Wie viele Kilo sind in der Schwangerschaft normal, und ab wann sollte man genauer hinsehen? Eine Tabelle zur Gewichtszunahme hilft bei der Orientierung, entscheidend sind aber das Ausgangsgewicht, der Schwangerschaftsverlauf und die persönliche Gesundheit. Ich zeige hier die üblichen Richtwerte, die Entwicklung nach Trimester, die Zusammensetzung der zusätzlichen Kilos und die Situationen, in denen eine ärztliche Kontrolle wichtig ist.

Die wichtigsten Richtwerte auf einen Blick

  • Normalgewicht vor der Schwangerschaft: meist etwa 10 bis 16 kg Gesamtzunahme.
  • Untergewicht: ungefähr 12,5 bis 18 kg können angemessen sein.
  • Übergewicht: häufig gelten 7 bis 11,5 kg als Orientierung.
  • Adipositas: die passende Zunahme wird individuell festgelegt und kann unter 5 bis 9 kg liegen.
  • Im ersten Trimester: nimmt das Gewicht oft nur wenig zu, bei Übelkeit manchmal sogar ab.
  • Plötzliche starke Zunahme: besonders zusammen mit Schwellungen, Kopfschmerzen oder Sehstörungen sollte sie sofort abgeklärt werden.

Balkendiagramm zeigt die Zunahme der Gewichtszunahme pro Schwangerschaftswoche. Von SSW 5 bis 39 steigt das Gewicht stetig an.

Welche Gewichtszunahme in der Schwangerschaft als normal gilt

Die passende Orientierung richtet sich vor allem nach dem BMI vor der Schwangerschaft. Der Body-Mass-Index wird berechnet, indem das Gewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat geteilt wird. Eine Frau mit 67 Kilogramm bei 1,68 Meter Körpergröße kommt beispielsweise auf einen BMI von 23,7 und liegt damit im Bereich des Normalgewichts.

BMI vor der Schwangerschaft Einordnung Orientierung für die gesamte Zunahme
unter 18,5 Untergewicht etwa 12,5 bis 18 kg
18,5 bis 24,9 Normalgewicht etwa 10 bis 16 kg, häufig auch 11,5 bis 16 kg angegeben
25,0 bis 29,9 Übergewicht etwa 7 bis 11,5 kg
ab 30 Adipositas individuell, häufig 5 bis 9 kg oder weniger

Diese Zahlen sind Richtwerte und keine Prüfung, die jede Schwangere bestehen muss. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt für normalgewichtige Frauen etwa 10 bis 16 Kilogramm. Andere medizinische Tabellen setzen die Untergrenze bei 11,5 Kilogramm an. Kleine Abweichungen sind meist unproblematisch, solange sich das Gewicht insgesamt gleichmäßig entwickelt und die Vorsorgeuntersuchungen unauffällig sind.

Bei einer Zwillingsschwangerschaft gelten andere Bereiche. Für normalgewichtige Frauen werden häufig ungefähr 15,9 bis 20,4 Kilogramm als Orientierung genannt. Bei Drillingen oder besonderen Erkrankungen sollte die Gewichtsentwicklung immer individuell mit der Frauenärztin, dem Frauenarzt oder der Hebamme besprochen werden.

So verteilt sich die Zunahme über die Schwangerschaft

Im ersten Trimester verändert sich das Gewicht oft kaum. Manche Frauen nehmen in den ersten zwölf Wochen 0 bis 2 Kilogramm zu, andere verlieren durch starke Übelkeit vorübergehend Gewicht. Ab dem vierten Monat steigt die Kurve bei vielen Schwangeren deutlicher an, im Durchschnitt um etwa 400 bis 500 Gramm pro Woche.

Schwangerschaftswoche Grobe Zunahme bei normalem Ausgangsgewicht
12. Woche 0 bis etwa 2 kg
16. Woche etwa 1,5 bis 4 kg
20. Woche etwa 3 bis 6 kg
24. Woche etwa 4,5 bis 8 kg
28. Woche etwa 6 bis 10 kg
32. Woche etwa 7,5 bis 12 kg
36. Woche etwa 9 bis 14 kg
40. Woche etwa 10 bis 16 kg

Die Wochenwerte sind bewusst großzügig gehalten. Gewicht nimmt nicht jede Woche gleichmäßig zu. Ein Wachstumsschub des Babys, mehr Fruchtwasser, Wassereinlagerungen oder ein Urlaub mit anderer Ernährung können die Kurve kurzfristig verändern. Ich würde deshalb einzelne Wiegeergebnisse nicht überbewerten, sondern eher den Verlauf über mehrere Wochen betrachten.

Die Empfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben betonen ebenfalls, dass ein gesunder Lebensstil wichtiger ist als das starre Erreichen einer bestimmten Zahl. Besonders im dritten Trimester kann die Gewichtszunahme stärker schwanken. Das allein bedeutet noch nicht, dass etwas nicht stimmt.

Woraus die zusätzlichen Kilos überhaupt bestehen

Die Zahl auf der Waage setzt sich nicht nur aus dem Gewicht des Babys zusammen. Ein großer Teil entsteht durch Gebärmutter, Plazenta, Fruchtwasser, mehr Blut und zusätzliche Flüssigkeit. Deshalb ist es völlig normal, während der Schwangerschaft auch dann zuzunehmen, wenn man nicht deutlich mehr isst als vorher.
Bestandteil Ungefähres Gewicht am Ende der Schwangerschaft
Baby etwa 3,5 kg
Gebärmutter etwa 1 kg
Fruchtwasser etwa 1 kg
Plazenta etwa 0,5 kg
Brüste etwa 0,5 kg
Zusätzliches Blutvolumen etwa 1,5 kg
Wassereinlagerungen etwa 1,5 kg
Fettreserven etwa 3 kg

Die Werte ergeben ungefähr zwölf Kilogramm und erklären, warum die durchschnittliche Gewichtszunahme oft in diesem Bereich liegt. Sie sind allerdings keine feste Verteilung. Das Blutvolumen, die Wassereinlagerungen und die Fettreserven können von Frau zu Frau deutlich verschieden sein.

Wie sich die eigene Tabelle sinnvoll lesen lässt

Für eine realistische Einschätzung braucht man zunächst das Gewicht vor der Schwangerschaft oder kurz davor. Danach wird der BMI berechnet und die passende Zeile der Tabelle ausgewählt. Bei starkem Übergewicht, Untergewicht, Essstörungen oder einer Mehrlingsschwangerschaft reicht eine allgemeine Tabelle jedoch nicht aus.

Ich halte es für sinnvoll, sich beim Wiegen möglichst an einen festen Zeitpunkt und ähnliche Bedingungen zu halten, zum Beispiel morgens nach dem Toilettengang. Kleidung, Tageszeit, Verdauung und Wassereinlagerungen können das Ergebnis leicht um ein bis zwei Kilogramm verändern.

Eine Gewichtskontrolle bei jeder Vorsorgeuntersuchung ist deshalb hilfreicher als tägliches Wiegen. Die Hebamme oder die gynäkologische Praxis beurteilt zusätzlich Blutdruck, Urin, Entwicklung des Babys und mögliche Beschwerden. Erst dieses Gesamtbild zeigt, ob die Gewichtsentwicklung tatsächlich auffällig ist.

Was bei zu wenig oder zu viel Zunahme wichtig ist

Eine sehr geringe Zunahme kann bei starker Schwangerschaftsübelkeit, Appetitlosigkeit oder einer unausgewogenen Ernährung auftreten. Wenn über längere Zeit kaum Gewicht hinzukommt, kann das in manchen Fällen auf eine Mangelversorgung oder eine Wachstumsverzögerung hindeuten. Das sollte nicht selbstständig mit Kalorien oder Nahrungsergänzungsmitteln korrigiert werden, sondern medizinisch besprochen werden.

Auch eine sehr starke Zunahme verdient Aufmerksamkeit. Besonders wichtig ist ein schneller Sprung von ungefähr einem Kilogramm innerhalb einer Woche, wenn gleichzeitig Hände, Gesicht oder Beine deutlich anschwellen. Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schmerzen im Oberbauch oder erhöhter Blutdruck können Hinweise auf eine Präeklampsie sein und müssen rasch abgeklärt werden.

Zu viel Gewicht kann außerdem mit einem erhöhten Risiko für Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck und Geburtskomplikationen verbunden sein. Das bedeutet nicht, dass jede größere Zunahme automatisch gefährlich ist. Es bedeutet nur, dass die Entwicklung nicht ignoriert werden sollte.

Was im Alltag wirklich hilft

Eine Schwangerschaft ist kein guter Zeitpunkt für eine strenge Diät. Auch bei Übergewicht sollte das Ziel nicht sein, möglichst wenig zu essen, sondern nährstoffreich und regelmäßig zu essen. Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte oder passende Alternativen und ausreichend Wasser bilden eine solide Grundlage.

Der zusätzliche Energiebedarf wird oft überschätzt. Nach den Empfehlungen der DGE steigt er im zweiten Trimester ungefähr um 250 Kilokalorien pro Tag und im dritten Trimester um etwa 500 Kilokalorien, abhängig von der körperlichen Aktivität. Das entspricht eher einem zusätzlichen Snack oder einer kleinen Mahlzeit und nicht dem sprichwörtlichen „Essen für zwei“.

Wenn medizinisch nichts dagegen spricht, unterstützt regelmäßige moderate Bewegung die Gewichtsentwicklung und das allgemeine Wohlbefinden. Spaziergänge, Schwimmen oder geeignete Schwangerschaftsgymnastik sind für viele Frauen gut umsetzbar. Bei Blutungen, vorzeitigen Wehen, bestimmten Vorerkrankungen oder anderen Beschwerden sollte die Belastung vorher mit der betreuenden Praxis abgestimmt werden.

Mein wichtigster Rat lautet deshalb, die Tabelle als Kompass statt als Zielvorgabe zu verwenden. Eine gesunde Schwangerschaft lässt sich nicht auf eine einzelne Zahl reduzieren. Entscheidend ist, dass die Entwicklung zu Ihnen passt, bei den Vorsorgeterminen kontrolliert wird und auffällige Veränderungen früh angesprochen werden.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Bei einem BMI von 18,5 bis 24,9 gelten insgesamt etwa 10 bis 16 kg als Orientierung. Andere Tabellen nennen als Untergrenze 11,5 kg. Entscheidend ist weniger ein einzelner Wert als eine gleichmäßige Entwicklung und ein unauffälliger Verlauf der Vorsorgeuntersuchungen.

Im ersten Trimester nehmen viele Frauen etwa 0 bis 2 kg zu; bei starker Übelkeit kann das Gewicht vorübergehend sogar sinken. Ab dem vierten Monat steigt es häufig um ungefähr 400 bis 500 g pro Woche. Die Werte schwanken jedoch, weshalb der Verlauf über mehrere Wochen aussagekräftiger ist als einzelne Messungen.

Ein Sprung von ungefähr 1 kg innerhalb einer Woche sollte besonders dann rasch abgeklärt werden, wenn zusätzlich Schwellungen an Händen, Gesicht oder Beinen auftreten. Auch Kopfschmerzen, Sehstörungen, Oberbauchschmerzen oder erhöhter Blutdruck können Hinweise auf eine Präeklampsie sein.

Bei Untergewicht werden etwa 12,5 bis 18 kg, bei Übergewicht etwa 7 bis 11,5 kg als Orientierung genannt. Bei Adipositas wird die passende Zunahme individuell festgelegt und kann bei etwa 5 bis 9 kg oder darunter liegen. Bei einer Zwillingsschwangerschaft gelten andere Bereiche; für Normalgewichtige werden häufig ungefähr 15,9 bis 20,4 kg genannt.
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Mein Name ist Rose Völker und seit nunmehr 7 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Themen rund um das Familienleben. Auf riesenbaer.de teile ich meine Erfahrungen und Erkenntnisse zu Erziehung, Haushalt und Freizeitgestaltung. Mich reizt es besonders, praktische Tipps und verständliche Erklärungen für den Familienalltag zu liefern, damit wir alle den Spagat zwischen Beruf, Familie und dem eigenen Wohlbefinden besser meistern können. Dabei lege ich Wert darauf, Informationen gründlich zu recherchieren und sie so aufzubereiten, dass sie leicht nachvollziehbar und direkt anwendbar sind. Mein Ziel ist es, Ihnen nützliche und aktuelle Einblicke zu geben, die Ihnen im täglichen Familienleben weiterhelfen.
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